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Brautgesang
Das Haus benedei ich und preis es laut,
das empfangen hat eine liebliche Braut;
zum Garten muß es erblühen.
Aus dem Brautgemach tritt eine herrliche Sonn’;
wie Nachtigalln lockt die Flöte,
die Tische wuchern wie Beete,
und es springet des Weines goldener Bronn.
Die Frauen erglühen
zu Lilien und Rosen;
wie die Lüfte, die losen
die durch Blumen ziehen,
rauschet das Küssen und Kosen.
Ludwig Uhland, 1787 - 1862
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